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Moin!
„Moin“ darum, weil das hier im Norden so gesagt wird, den ganzen Tag über... „Maghett“ darum, weil ich Magic Sam, der ja eigentlich Samuel Gene Maghett heißt, zu einem meiner Lieblingsblueser zähle. Im zarten Alter von 14, das war 1967, kam ich mit dem Blues richtig bewusst erstmals in Berührung. Das war, als mir ein Nachbar die Platte „A Hard Road“ von John Mayall’s Bluesbreakers zum Aufnehmen auslieh. Es folgten weitere Scheiben von Mayall, von der Aynsley Dunbar Retaliation und Fleetwood Mac, und schon war ich dem „British Blues Boom“ verfallen. Die Musik veranlasste mich, den Ursprüngen und Quellen der in der Regel auf diesen Platten vorhandenen Fremdkompositionen nachzuspüren und mein Interesse am Blues manifestierte sich so nach und nach in jenem, der in den 50er Jahren gespielt wurde. Das hat sich bis heute nicht verändert, doch blieb es nicht allein bei den 50ern, auch dem zeitgenössischen Blues gegenüber bin ich natürlich nicht abgeneigt. Meine liebsten Blueser sind neben Magic Sam unter anderen folgende: Earl Hooker, Ronnie Earl, Johnny Winter, Jody Williams, Little Walter. Aber eigentlich ist meine eigentliche Passion eine ganz andere Musik – der Jazz! Dieser nimmt in meiner LP- und CD-Sammlung auch den wesentlichen Teil ein. Aber auch hier eine Parallele zum Blues, denn die 50er Jahre im Jazz sind mir (zusammen mit den 60ern) die liebsten seiner langen Geschichte, und hier sind ganz besonders als meine liebsten Musiker John Coltrane, Pharoah Sanders, Rahsaan Roland Kirk, René Thomas, Miles Davis, Chet Baker zu nennen; die mich am meisten begeisternden zeitgenössischen Jazzer sind David Murray, James Carter und David S. Ware. Nun bin ich kein Purist, der sich allein auf diese beiden Musikrichtungen festgelegt hat. Denn auch dadurch, dass ich einst im hiesigen Kommunikationszentrum arbeitete, in dem sich früher großartige Musiker die Klinke in die Hand gaben und dadurch, dass ich in einem Plattenladen jobbte, hat dieses dazu geführt, dass ich sehr offen für fast alle Musikrichtungen bin, d.h., in meiner Sammlung finden sich Platten aus Country, Folk, Rock, Pop und Klassik ebenso. Einziges Kriterium ist – es muss mir gefallen, meine jeweilige Stimmung treffen, und der Stimmungen gibt es ja viele, nicht wahr? Insoweit halte ich es für gut, eine Auswahl aus verschiedenen Richtungen parat zu haben. Schön ist es, hier auf der „Bluesroad“ eine besondere „Spielwiese“ vorgefunden zu haben, wo es grundsätzlich erst einmal ausschließlich um Blues geht, Musik, die ja sonst oft noch ziemlich „außen vor“ gelassen wird. In diesem Sinne grüßt Euch Wolfgang
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